Friedenskirche Aue-Zelle – Ev.-Luth. Kirchgemeinde Aue-Zelle

Unser aktueller Kirchenbote

September – November 2026

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Die beleuchtete Friedenskirche am Abend

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in der Friedenskirche Aue-Zelle, Kantstraße 2

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    Vergoldete Schnitzerei mit Engelsfigur am Orgelprospekt
    Blick von der Empore auf die Jugendstil-Leuchter, die Stuckdecke und die bemalten Fenster
    Orgel der Friedenskirche mit der goldenen Inschrift: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder (Psalm 98,1)

    Veranstaltungen

    Gottesdienste, Feste und Konzerte unserer Gemeinde. Herzlich willkommen!

      Historische Luftaufnahme der Friedenskirche auf dem Zeller Berg mit den umliegenden Häusern und Gärten

      Geschichte unserer
      Friedenskirche

      Durch die Industrialisierung (von 1870 bis 1900 wurde jedes Jahr eine neue Fabrik errichtet) erlebte die Stadt Aue einen explosionsartigen Anstieg der Einwohnerzahl. So begann man um 1900 mit der Bebauung des Zeller Berges.

      Da die bestehende alte Klosterkirche schnell zu klein für die wachsende Gemeinde wurde und sich am äußeren Ende des Gemeindegebietes befand, wuchs der Wunsch nach einem Neubau einer Kirche auf dem Stadtgebiet von Zelle. So wurde die Kirche nach den Plänen der Bauräte Schilling & Gräbner aus Dresden entworfen und erbaut. Durch die Umsetzung neuer technischer Möglichkeiten (Deckenaufhängung) gelang den Architekten die Krönung ihrer Arbeit hinsichtlich der Ausprägung des Jugendstils bei Sakralbauten. Der erste Spatenstich erfolgte am 2. Mai 1912. Bereits im Sommer 1913 war der Rohbau fertiggestellt. Der Außenputz, der Einbau der Orgel und die gesamte Ausgestaltung des Inneren waren bis Ende Februar 1914 beendet. Das Glockengeläut erklang zum ersten Mal am Sonnabend vor dem ersten Advent 1913. So konnte die Kirche am Sonntag Laetare, dem 22. März 1914, geweiht werden.

      Der Name „Friedenskirche“ geht auf den Wunsch nach Frieden zurück, der sich jedoch nicht erfüllen sollte. Denn bereits 4 Monate nach der Weihe brach der erste Weltkrieg aus. Da die Stadt Aue vor Kriegseinwirkungen durch den ersten Weltkrieg und während bzw. am Ende des zweiten Weltkrieges verschont wurde, blieben auch die Kirchen erhalten.

      Dennoch nagte der Zahn der Zeit an unserem Gotteshaus. Dieses zu erhalten war ein dauernder Kampf. Vor allem auf Grund der kirchenfeindlichen Einstellungen der sozialistischen Regierung und der damit knapp bemessenen Mittel, setzten die Christen ihre Möglichkeiten mutig ein, um ihre Kirche vor größeren Schäden zu bewahren.

      Nach der Wiedervereinigung unseres Landes gelang es nach und nach die Kirche von Grund auf zu rekonstruieren und zu sanieren. Seit 2020 sind die meisten dieser Arbeiten abgeschlossen. Die Christen der Kirchgemeinde Aue-Zelle freuen sich, dem lebendigen Herrn in dem im alten Glanz wiedererstrahlten Gotteshaus zu begegnen.

      Die Friedenskirche als Baustelle mit Holzgerüsten
      Die Friedenskirche wird erbaut
      Die Friedenskirche von Osten, frei stehend am Hang
      Freie Sicht auf die Ostseite der Friedenskirche
      Der Altarraum der Friedenskirche kurz nach der Fertigstellung
      Das Innere der neu gebauten Friedenskirche

      Chronik unserer Friedenskirche

      1. 1173

        Am 7. Mai genehmigt Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Gründung der Augustiner-Chorherren-Propstei Aue. Ihre Klosterkirche ist die Vorläuferin der Friedenskirche.

      2. 1858

        Mit dem Bau der Eisenbahn endet für Aue die Zeit als „verschlafenes Städtchen mit dörflichem Charakter“. Die Industrialisierung beginnt.

      3. 1870 – 1900

        Jedes Jahr entsteht eine neue Fabrik, die Einwohnerzahl steigt explosionsartig.

      4. 1899

        Der Kirchenvorstand befasst sich erstmals mit dem Neubau einer Kirche. Die alte Klosterkirche ist zu klein geworden und liegt am äußersten Ende der Gemeinde.

      5. um 1900

        Die Bebauung des Zeller Berges beginnt.

      6. 1909

        Die Kirchgemeinde erwirbt von der Firma S. Wolle das 6.000 m² große Grundstück für den Kirchenneubau.

      7. 17. Februar 1912

        Die Baugenehmigung wird erteilt. Gebaut wird nach den Plänen der Dresdner Bauräte Schilling & Gräbner; veranschlagt sind 270.000 Mark.

      8. 2. Mai 1912

        Erster Spatenstich.

      9. Sommer 1913

        Der Rohbau ist fertig.

      10. November 1913

        Die drei Glocken aus Bochum treffen ein und erklingen am Sonnabend vor dem ersten Advent zum ersten Mal.

      11. Februar 1914

        Außenputz, Orgel und die gesamte Ausgestaltung des Inneren sind vollendet.

      12. 22. März 1914

        Am Sonntag Laetare wird die Friedenskirche unter großer Beteiligung der Stadt geweiht. Der Neubau ist zu einem großen Teil Pfarrer Johannes Meusel zu verdanken.

      13. 2. Mai 1914

        Das erste Brautpaar wird in der Friedenskirche getraut: Albert Weber und Marie geb. Ficker.

      14. August 1914

        Nur gut vier Monate nach der Weihe beginnt der Erste Weltkrieg. 172 Glieder der Gemeinde verlieren ihr Leben.

      15. 1. Oktober 1923

        Die Gemeindeglieder aus Niederpfannenstiel, bisher kirchlich zu Lößnitz gehörig, kommen zur Gemeinde Zelle.

      16. 1920er Jahre

        Die Gemeinde hat eine gut organisierte Jugendarbeit.

      17. August 1939

        Pfarrer Meusel geht in den Ruhestand, kurz darauf beginnt der Zweite Weltkrieg. Aue und seine Kirchen bleiben von Zerstörungen verschont.

      18. 1973

        Wegen Schwammbefalls im hölzernen Fußboden muss die Kirche gesperrt werden.

      19. 1974

        Mit großem Einsatz der Gemeinde entstehen ein neuer Betonfußboden und eine elektrische Bankheizung. Am 29. September 1974 wird die Kirche wieder geöffnet.

      20. 1974 / 75

        Das Dach wird neu gedeckt.

      21. 1979

        Umfassende Erneuerung des Innenraums, mit vielen fleißigen Helfern aus der Gemeinde und der Jungen Gemeinde.

      22. 2001 – 2002

        Der Turm wird von der Glockenstube bis zum Kreuz restauriert: neue Kupferhaube, frisch vergoldetes Kreuz, erneuerter Glockenstuhl und überholtes Uhrwerk.

      23. 2013

        Das gesamte Dach wird erneuert, wieder mit roten Biberschwänzen wie beim Bau der Kirche. Gleichzeitig beginnt die Erneuerung der Fassade.

      24. 2014

        Fassade und neue Fenster sind fertig, im Jahr des 100. Kirchweihjubiläums.

      25. 2020

        Die meisten Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen. Die Friedenskirche erstrahlt wieder im alten Glanz.

      Blick von der Empore in den Altarraum der Friedenskirche mit den Altargemälden zwischen den Pfeilern

      Altargemälde unserer
      Friedenskirche

      Zwischen den Pfeilern des Altarplatzes sind acht Gemälde von dem Kunstmaler Bernhard Müller in Dresden: Luther, Mose, St. Matthäus, St. Petrus, St. Johannes, St. Paulus, Jesaja und Melanchthon, also Vertreter des Alten Bundes, des Neuen Bundes und der Reformationszeit.

      Der Altar ist aus weißem Marmor hergestellt, darüber steht ein 5 Meter hohes Kreuz. Hinter dem oberen Teil des Kreuzes befindet sich in einer kuppelförmigen Nische eine stilisierte Dornenkrone, darüber links und rechts Engelköpfe mit den griechischen Buchstaben Alpha und Omega. An der Rückseite des Altarplatzes stehen zwischen Marmorpfeilern zwei prächtige Kandelaber, die den brennenden Dornenbusch darstellen. Sie wurden, wie auch die sechs mächtigen Kronleuchter, von der Auer Besteckfirma August Wellner & Söhne gefertigt. Der Smyrna-Teppich, der den Altarplatz bekleidet, wurde eigens für die Friedenskirche entworfen.

      Auf der linken Seite des Altarraumes steht der Taufstein aus grünem Marmor mit einem kunstvoll gearbeiteten, von einer Krone geschmückten Deckel. Darüber die Statue des zwölfjährigen Jesus im Tempel mit der Inschrift: „Wisset ihr nicht, dass ich sein muss in dem, das meines Vaters ist?“ Die Kanzel auf der rechten Seite ist aus gelblich-weiß geflammtem schwarzem und grünem Marmor. In ihrer oberen Hälfte zeigen farbige Mosaikfelder aus Halbedelsteinen bekannte christliche Symbole.

      Die Gnade des Herrn währet von Ewigkeit zu Ewigkeit

      Psalm 103,17 · Inschrift über dem Altarraum
      Altargemälde Martin Luther mit Bibel

      Martin Luther

      Reformationszeit

      Ein besonderer Verdienst des Wittenberger Reformators Martin Luther (1483 – 1546) ist seine Bibelübersetzung, deren kirchliche und kulturelle Bedeutung bahnbrechend ist. Ihm war wichtig, dass so die Predigt der frohen Botschaft unterschiedslos an alle ergehen konnte.

      Altargemälde Mose mit der Gesetzestafel

      Mose

      Alter Bund

      Mose gilt als Übermittler des Gesetzes und wird darum oft mit Gesetzestafel(n), wie etwa den 10 Geboten, dargestellt. In den nach ihm benannten 5 biblischen Mosebüchern tritt Gott als geschichtsmächtig handelnder Gott hervor.

      Altargemälde Matthäus mit Schriftrolle

      Matthäus

      Neuer Bund

      Das Evangelium des Matthäus erweist sich als besonders geeignet für christliche Unterweisung. Der Evangelist Matthäus, Worte der alten Propheten aufnehmend, ruft seine Hörer auf zur Nachfolge Jesu, was die Bereitschaft zu Liebe, Demut und Leidensbereitschaft einschließt – im Blick auf die Verheißung künftigen Lohns.

      Altargemälde Petrus mit dem Schlüssel

      Petrus

      Neuer Bund

      Der Apostel Petrus war Jünger Jesu sowie erster Zeuge und Bekenner von Jesu Auferstehung. Petrus wurde die Schlüsselgewalt (Matthäusevangelium 16,17-19) zugeschrieben. Auch wurde Petrus, dessen Name mit „Fels“ übersetzbar ist, als „Fels der Kirche“ bezeichnet.

      Altargemälde Johannes mit dem Kelch

      Johannes

      Neuer Bund

      Im Evangelisten Johannes sah die frühe christliche Tradition den Apostel Johannes, den Lieblingsjünger Jesu, der nach der Auferstehung Jesu als einer der „Säulen“ der christlichen Gemeinde bezeichnet wurde. Im Johannesevangelium wird Jesus als der wahre Weinstock vorgestellt.

      Altargemälde Paulus mit dem Schwert

      Paulus

      Neuer Bund

      Der Apostel Paulus entstammte einer streng jüdischen Familie und war zunächst ein Eiferer für die Überlieferung seiner jüdischen Herkunft. Darum verfolgte er die christliche Gemeinde. Durch eine ihm widerfahrene Offenbarung Jesu Christi, des Auferstandenen, bekehrte er sich und wurde kraftvoller Verkündiger der Christusbotschaft.

      Altargemälde Jesaja mit Schriftrolle

      Jesaja

      Alter Bund

      Jesaja engagierte sich als etwa 700 Jahre vor Jesu Wirken von Gott berufener Prophet für die Anerkennung der Heiligkeit und Universalität Gottes. Er verurteilte soziale Missstände und übte Kritik am kultischen Geschehen seiner Zeit.

      Altargemälde Philipp Melanchthon mit Buch

      Philipp Melanchthon

      Reformationszeit

      Der Humanist und reformatorische Theologe Philipp Melanchthon (1497 – 1560) war in Wittenberg enger Mitarbeiter Martin Luthers. Er hat mit seiner Arbeit die wissenschaftliche Formulierung und Entwicklung der protestantischen Theologie entscheidend geprägt.

      Die beleuchtete Friedenskirche am Abend

      Kontakt zu unserer
      Friedenskirche

      Ev.-Luth. Kirchgemeinde Aue-Zelle
      Kantstraße 2 · 08280 Aue-Bad Schlema

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      Pfarramt

      Telefon 03771 55 11 95
      kg.aue_zelle@evlks.de

      Öffnungszeiten

      Montag
      9 – 11 Uhr
      Dienstag
      9 – 11 Uhr
      Donnerstag
      14 – 18 Uhr

      Ansprechpartner

      Kantor
      Detlev Küttler
      03771 7 29 89 40

      Friedhof
      Mathias Baumgarten
      0163 9158446

      Gemeindepädagogin
      Ingrid Fischer
      03771 25 19 72

      Bankverbindung

      KD-Bank · BIC GENODED1DKD

      Kirchkasse
      für Spenden, bitte Verwendungszweck angeben
      DE97 3506 0190 1618 7000 18

      Kirchgeld
      DE75 3506 0190 1618 7000 26

      Friedhof
      DE53 3506 0190 1618 7000 34

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      Täglich 24 Stunden erreichbar, kostenfrei und bundesweit

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